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GIS-Lösungen für Geodaten von Wassernetzen 

Trinkwasser-, Abwasser- und Regenwassernetze basieren auf einer Infrastruktur, die größtenteils unsichtbar, unterirdisch und über das gesamte Gebiet verteilt ist. Betrieb, Wartung und Erneuerung dieser Netze hängen jedoch von einem entscheidenden Faktor ab: Geodaten.

Sind GIS-Daten unvollständig, veraltet oder uneinheitlich, sind die Folgen unmittelbar spürbar: längere Einsätze im Feld, erhöhtes Risiko von Netzschäden, erschwerte Steuerung des Anlagenbestands und ein geringerer Überblick über das Netz.

Diese Seite stellt die zentralen Herausforderungen für Betreiber von Wassernetzen, konkrete Anwendungsfälle sowie die Bedeutung von Geodatenstandards für Wassernetze vor. Diese Standards unterstützen betriebliche Anforderungen, regulatorische Vorgaben und den Austausch von Informationen im Wassersektor.

Geodaten als strategischer Schlüssel für Wassernetze 

Wasserversorger stehen unter hohen betrieblichen Anforderungen und müssen strenge regulatorische sowie gesundheitliche Vorgaben erfüllen.

Diese Netze sind meist unterirdisch und kaum sichtbar. Sie bestehen häufig aus einer alternden Infrastruktur, die teilweise nur unzureichend dokumentiert ist. Die Natur dieser hydraulischen Infrastrukturen erfordert regelmäßige Einsätze, etwa zur Behebung von Leckagen, für Hausanschlüsse oder zur Erneuerung von Leitungen.

Die Vielzahl der beteiligten Akteure — darunter Kommunen, Netzbetreiber und Dienstleister — erfordert zuverlässige und gemeinsam nutzbare Daten, um die langfristige Nachhaltigkeit der Wassernetze sicherzustellen.

Daten bilden damit die gemeinsame Grundlage, um:

  • den Netzbetrieb im Alltag zu steuern

  • Einsätze im Feld sicher durchzuführen

  • Leistung und Netzerneuerung zu steuern

  • Wissen über die Netzinfrastruktur langfristig zu sichern

Zentrale Geodaten für Trinkwasser-, Abwasser- und Regenwassernetze  

Zentrale Herausforderungen bei der Verwaltung von Wassernetzen

Möchten Sie Ihre Geodaten für Trinkwasser, Abwasser und Regenwasser mit ergonomischen, zuverlässigen und zugänglichen Lösungen erfassen, visualisieren, steuern und analysieren? 

FAQ - GIS, WebGIS und Datenstandards für Wassernetze

Warum ein GIS zur Verwaltung eines Trinkwasser- oder Abwassernetzes nutzen?

Die Nutzung eines GIS zur Verwaltung von Trinkwasser- oder Abwassernetzen ermöglicht es, das Wissen über eine größtenteils unterirdische Infrastruktur zu zentralisieren und zu strukturieren. Ein GIS dient nicht nur dazu, Leitungen auf einer Karte darzustellen: Es verbindet die Geografie mit wichtigen technischen Informationen wie Durchmessern, Materialien, Baujahren, Status, Anlagen, Hausanschlüssen und Einsatzhistorien. In der Praxis wird ein GIS zum Referenzwerkzeug, um Einsätze zu sichern, Unsicherheiten im Feld zu reduzieren, Arbeiten besser zu planen und die Infrastruktur langfristig zu steuern. Ohne GIS basiert das Wissen über das Netz häufig auf statischen Plänen, verstreuten Dateien oder lokalen Gewohnheiten, was den Betrieb und die Weitergabe des Infrastrukturwissens erschwert.

Wozu dient ein WebGIS in einem Wasserversorgungsunternehmen?

Ein WebGIS macht GIS-Daten über einen Webbrowser für eine größere Anzahl von Nutzern zugänglich, ohne dass ein spezialisiertes Desktop-GIS erforderlich ist. In Wasserversorgungsunternehmen ermöglicht ein WebGIS den Austausch von Wissen zwischen technischen Teams, Betreibern, Dienstleistern und Entscheidungsträgern, während die Daten zentralisiert bleiben. Es erleichtert den mobilen Zugriff, die Koordination von Einsätzen und das operative Management des Netzes. Ein WebGIS wird besonders relevant, wenn das Ziel darin besteht, von einem reinen Kartografie-GIS zu einem tatsächlich im Alltag genutzten System überzugehen. ConnectServices erfüllt genau diesen Zweck, indem es eine WebGIS-Plattform für Visualisierung, Betrieb und Steuerung territorialer Daten bereitstellt.

Was ist der Unterschied zwischen GIS und einer Software für Infrastruktur- oder Asset-Management?

Eine Software für Infrastrukturmanagement kann technische Informationen, Leistungsindikatoren und Einsatzhistorien enthalten. Sie reicht jedoch selten aus, um die geografische Struktur des Netzes und die räumlichen Beziehungen zwischen Anlagen präzise darzustellen. Das GIS bildet die Grundlage, um die räumliche Dimension zu verwalten, die Verteilung der Infrastruktur zu analysieren, Daten mit Straßen, Kataster oder sensiblen Bereichen zu kombinieren und Einsätze besser vorzubereiten. In vielen Projekten bildet das GIS die Basis, während das Infrastrukturmanagement anschließend auf der Qualität dieser Geodaten aufbaut.

Wie beeinflusst die Qualität der GIS-Daten den Betrieb von Wassernetzen?

Die Qualität der GIS-Daten hat direkten Einfluss auf den Betrieb, da sie bestimmt, wie schnell und zuverlässig Teams eingreifen können. Zuverlässige Daten ermöglichen es, Ventile, Hausanschlüsse, Schächte, Anlagen und Leitungsabschnitte präzise zu lokalisieren, Fehler im Feld zu reduzieren und Zeit bei Einsätzen zu sparen. Veraltete oder inkonsistente Daten erzeugen dagegen Unsicherheiten, erhöhen Betriebskosten und erschweren Entscheidungen über Netzerneuerungen.

Wie kann die Aktualisierung von GIS-Daten nach Bauarbeiten verbessert werden?

Die Verbesserung der Aktualisierung von GIS-Daten erfordert klare Prozesse und geeignete Werkzeuge. Arbeiten im Feld sind eine der Hauptursachen für Datenveraltung, da Änderungen nicht immer sofort integriert werden oder ohne Kontrolle übernommen werden. Die effektivste Methode besteht darin, Änderungen direkt im Feld zu erfassen, ihre Konsistenz zu prüfen und sie anschließend in die Datenbank zu integrieren. ConnectField ermöglicht die strukturierte Datenerfassung im Gelände. ConnectControl überprüft automatisch die Datenqualität und Konsistenz. ConnectServices stellt die konsolidierten Daten anschließend über eine WebGIS-Plattform bereit.

Was sind Datenstandards für Wassernetze?

Datenstandards für Wassernetze dienen dazu, die Darstellung von Trinkwasser- und Abwassernetzen zu strukturieren und zu harmonisieren. Sie definieren gemeinsame Datenmodelle, Objekte und Attribute, die eine konsistente und langfristig nutzbare Datengrundlage schaffen. Diese Standards erleichtern den Datenaustausch zwischen Akteuren und sichern die Weitergabe des Infrastrukturwissens über lange Zeiträume hinweg.

Sind solche Datenstandards verpflichtend?

In der Regel sind sie nicht strikt gesetzlich vorgeschrieben, werden jedoch zunehmend als Referenz in Infrastrukturprojekten, öffentlichen Ausschreibungen und Modernisierungsprogrammen verwendet. Ihr Hauptvorteil besteht darin, die Daten langfristig nutzbar zu machen, unabhängig von Software oder Dienstleistern.

Wie hilft ein GIS bei der Erkennung von Wasserverlusten?

Ein GIS hilft bei der Analyse von Wasserverlusten, indem es die geografische Verteilung von Rohrleitungen, Druckzonen, Ventilen und Messpunkten sichtbar macht. Durch die Kombination von Betriebsdaten und Geodaten können Versorgungsunternehmen problematische Netzbereiche identifizieren, Prioritäten für Inspektionen setzen und gezielte Maßnahmen zur Reduzierung von Leckagen planen.

Welche Vorteile bietet mobile Datenerfassung für Wassernetze?

Mobile Datenerfassung ermöglicht es, Änderungen am Netz direkt vor Ort zu dokumentieren. Techniker können Informationen zu Leitungen, Armaturen oder Anschlüssen erfassen, Fotos hinzufügen und Daten sofort aktualisieren. Dadurch wird die Datenqualität verbessert und der Zeitaufwand für spätere Aktualisierungen im GIS reduziert.

Warum ist Interoperabilität bei GIS-Systemen für Wassernetze wichtig?

Wasserversorgungsunternehmen nutzen häufig mehrere Systeme für Betrieb, Planung und Asset-Management. Ein interoperables GIS stellt sicher, dass Daten zwischen verschiedenen Plattformen ausgetauscht werden können. Dies erleichtert die Zusammenarbeit zwischen Teams, verbessert die Datenkonsistenz und reduziert doppelte Datenerfassung.

Welche Daten sollten in einem GIS für Wassernetze enthalten sein?

Ein vollständiges GIS für Wassernetze enthält in der Regel Informationen über Leitungen, Ventile, Hydranten, Schächte, Pumpwerke und Reservoirs. Ergänzend dazu gehören technische Attribute wie Durchmesser, Material, Baujahr sowie Informationen zu Wartung und Interventionen.